Der Rennbericht des Vizeweltmeisters Achim Weißflog

Es ging prima los: fast 8h geschlafen und mit nem Lächeln aufgewacht! Was sollte mir schon passieren? Das „passieren“ ging früh in der Wechselzone (Fahrradcheck, Gurke hat sich bis dahin prima gehalten) los: Durchsage, die Brühe hätte 25,2 Grad  und „wetsuit were not permittet!“ Na da. Gestartet wurde in Wellen, wie in Kona, die alten Knacker in Welle 3 mit Wasserstart (zur Startlinie schwimmen  dann Hupe und los). Der Schwimmkurs war nur sehr spärlich mir Bojen besetzt, leicht stressig. Die folgenden 3 Wellen sind dann voll über uns drüber, aber das gehört wohl dazu. Ich kam nach 1:31 aus dem Wasser, genau wie in Kona – sehr zufrieden! Rauf auf Gurke und los gings. Bei km10 hat mich Markus Jochum aus Österreich stramm überholt, ich bin gaaanz ruhig geblieben. Der erste Anstieg, so 7 km mit 4- 6% war noch easy. Alle sind an mir vorbeigehetzt. Ich bin gaaanz ruhig geblieben. Und dann kam km 42: der lange Anstieg bis km 60. So 6-11%. Da haben schon die ersten geschwächelt. Ich erst leicht ab 54. Ich hab vorher konsequent auf die Watts geachtet, nicht mehr als 200-210, von da an haben die Watts „selbst“ auf sich geachtet😉. Tja von da wellig bis km120. Noch einmal ein Anstieg. Den kannte ich schon vom vorigen Jahr (70.3), auch die Abfahrten –> Vorteil (keine Angst). Der Unterschied zum Vorjahr: es war halt WM, die sind runterzu an mir vorbeigepflastert, vom Feinsten! Das hatte ich so noch nicht. In den Dörfern die bekannten Straßenherausforderungen: teilweise schlechte Beläge und die häßlichen „Geschwindigkeitsbremsen“ – saugefährlich. Dann endlich vom Rad, die Beine fühlten sich gut an, PP und los. 1.km 5:16, zweiter 5:18, ich dachte Mann Alter, ruhig! Das ging ganz gut bis km16. Da geht mir doch wieder der rechte Schuh auf (einfach nichts dazugelernt seit Lanza!). Also angehalten, Knoten rausgefummelt und in Brast! Bei km 18 großes Glück: ein junger Mann lief auf dem Fußweg neben mir her und hat mich getrackt. Ich war Dritter, der Wahnsinn, mit ner Stunde Vorsprung zum Vierten. Er meinte, ich soll in Ruhe erst mal nen Cappuccino trinken..

Ja was machste da, ruhiger Laufen (die Verlockung war groß) oder „dran“ bleiben. Ich hab mich für dran entschieden und das war gut so! Bei km 36 dachte ich ich seh nicht richtig: Markus Jochum (bis dahin 2.) steht und ich höre von seinem Begleiter in feinstem Österreichisch: atme tief durch dann gehts Dir besser. Ich vorbei, der Hammer! Von da an Marathonflow! Geiles Gefühl. Im Ziel gefeiert! Vize, sehr zufrieden und glücklich!

Danke an alle, die mitgefiebert haben, mir hats „fast“ Spaß gemacht und ich hoffe, ich hab Euch nen spannenden Tag besorgt!!!😊

Sportliche Grüße Achim

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